
Seit 2014 entsteht am Standort Berlin ein, sich stetig entwickelndes und wachsendes Zentrum für generative Fertigung. Zunächst war der Plan, mit Hilfe der neuen Technologie, Erleichterungen bei der Herstellung von Epithesen zu schaffen.
Schnell war jedoch zu erkennen, welche Potentiale sich aus der Kombination von Scanning, hauseigenem CAD-Design und anschließender Umsetzung, für die moderne Anaplastologie ergeben.
Inzwischen sind fünf 3D-Drucker im Einsatz, die je nach Anforderungen Teile erstellen für die unterschiedlichsten Bereiche der Medizin und Medizintechnik.
Auch Anfragen aus externen, nicht zur Medizin gehörenden Wirtschaftsbereichen, wie dem Modell-, Automobil- und Flugzeugbau, werden umgesetzt. Die jeweils dazu gehörende Projektierung und Dokumentation wird selbstverständlich mit erstellt.
Die Entwicklung neuer, medizinisch erprobter und zugelassener Materialien ermöglicht nunmehr Medizinprodukte direkt mit diesem Verfahren herzustellen. Hierzu zählen individuelle Nasen- und Fullface- Beatmungsmasken aus einem lichthärtenden Polyresin, Formen für Septumbutton, Silikonkissen, Fingergelenke, individuelle Verschlußmöglichkeiten und Arretierungen.
Es können Daten aus CT, MRT und DVT Geräten verarbeitet werden, aus denen dann die Volumenkörper entstehen. Die Genauigkeiten der fertigen Teile ist primär abhängig vom Rohdatensatz (CT/MRT/DVTect.). Somit ist es nunmehr möglich, Versorgungen herzustellen, die mit der konventionellen Technik nicht, oder nur mit großem Aufwand zu realisieren gingen. Als Beispiele seien hier kombinierte intra- und extraorale Defekte, Tracheostomaversorgungen, Fistelverschlüsse, Septumperforationen, Stomaversorgungen etc. anzuführen
Die beiden, von uns eingesetzten Artec-Scanner schaffen Präzisionen von 0,05 mm bei voller Auflösung, die zwei Polyjet-Drucker von Stratasys generieren sogar Bauteile mit einer minimalen Genauigkeit von bis zu 16 Mikrometern! Die maximale Bauteilgröße beträgt 294 x 192 x 148,6 mm, somit lassen sich auch größere Bauteile, wie Formen und z.B. Handhalbschalen, mühelos drucken.
Für präzise, semitransparente Anschauungsmodelle eignet sich der DLP-Drucker (Digital Light Processing) der Firma Roland, mit einer Auflösung von bis zu 0,01 mm.
Die neuen DVT-Geräte (Digitale Volumen Tomographie) können mit sehr geringer Strahlenbelastung 3D-Bilder mit einer Auflösung von bis zu 35 Mikrometern erstellen.
Präzision - wenn's drauf ankommt
Für schnelle Anschauungsmodelle können die beiden FDM-Drucker (Fused Deposition Modeling = Schmelzschichtung) in kürzester Zeit Simulationsmodelle z.B. für die prä-operative Planung erstellen.
Als Software kommt 3D Systems bewährte Geomagic Freeform zum Einsatz, ein perfektes Programm, das komplettes, virtuelles Freiformen ermöglicht. Unterstützt durch ein Haptic Device, ebenfalls von 3D Systems, entsteht in kurzer Zeit der benötigte Datensatz, der dann an die Drucker übergeben werden kann.
Aus Handwerk wird Kopfwerk
Bei komplexen Versorgungen und/oder Imaging- und Visualisationsprojekten, übernehmen wir gerne die Erstellung eines Versorgungs- oder Projektplans, sowie die Dokumentation und die mediale Unterstützung durch Planungs- uns Simulationsmodelle. Aber auch die Prototypenfertigung gehört mit zu unserem Aufgabengebiet. Diese können wir sowohl als Funktionsmuster fertigen, aber auch als Anschauungshilfe für Forschung, Lehre und Industrie bereitstellen.
Es sind und bleiben Ihre Daten!
Datenkommunikation ist wichtig, Datenschutz ist jedoch das Wichtigste! Daher versenden wir nur anonymisierte Datensätze und legen Wert darauf, auch nur anonymisierte Daten zu empfangen. Die Archivierung erfolgt auf autarken, externen Speichermedien, ohne Onlinezugang. Um eine langfristige Sicherheit garantieren zu können, sind die Systeme redundant angelegt, also gegen Ausfälle geschützt.